Starke Inhalte, klare Positionen und gelebte Partnerschaft
Frankfurt am Main, 28./29. Januar 2026 – Die ASA-Workshoptage 2026 auf dem Frankfurter Messegelände haben verdeutlicht, wie wichtig fachlicher Austausch, klare inhaltliche Positionen und verlässliche Partnerschaften für die Zukunft der Werkstattausrüstungsbranche sind. Knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Herstellern und Importeuren, WA-Dienstleistung und Kalibrierlaboren nutzten die zweitägige Veranstaltung für intensive Diskussionen, praxisnahe Einblicke und strategische Weichenstellungen.
Ein besonderer Dank gilt der Messe Frankfurt und dem Automechanika-Team als Gastgeberin der Workshoptage. Professionell vorbereitete Räumlichkeiten, reibungslose Organisation und der aufmerksame Service haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich alle Beteiligten auf Inhalte und Austausch konzentrieren konnten. Die enge Partnerschaft zwischen der Messe Frankfurt und dem ASA-Bundesverband erwies sich einmal mehr als verlässliche Grundlage für erfolgreiche Branchenformate.
Tag 1: Servicequalität, ADAS und digitale Realität
Der erste Workshoptag begann mit dem Fachbereich Digitales unter Leitung von Harald Pfau und Andreas Assmann. Nach Harald Pfaus Rückblick auf die umfangreichen Aktivitäten des Fachbereichs im letzten Jahr standen Zukunftsthemen wie der Digitale Produktpass (DPP) im Fokus. Andreas Assmanns ernüchternde Erkenntnis: Auf politisch-administrativer Ebene sind die Ziele ambitioniert, konkrete Vorgaben zur Umsetzung in Datenstrukturen fehlen jedoch weiterhin. Im Anschluss informierte Assmann über die „neue“ TecDoc-Standardisierung für die Datenerfassung von Werkstattausrüstungs-Equipment. Mit dem Tool stehen allen Werkstatt-Ausrüstungs-Anbietern neue Möglichkeiten der Digitalisierung und Vereinheitlichung im gesamten Datenprozess zur Verfügung. Wie bei Teilekatalog-Daten strebt TecDoc auch für Werkstattgeräte-Daten an, einen internationalen Standard zu schaffen. Dabei kann sich der ASA-Verband basierend auf der Expertise seiner Mitglieder unterstützend einbringen.
Werkstattvernetzung in Echtzeit
Die asanetwork GmbH präsentierte in der Tagung FB Digitales den aktuellen Stand des Vernetzungsstandards „Workshop-Net“. Wie stabil und schnell das System arbeitet, demonstrierte asanetwork-Geschäftsführer Frank Beaujean, mit einer Liveschaltung in die freie Werkstatt AUTO HS Hauser-Schmieg in Pforzheim. Über Bildschirm war Inhaber Stefan Hauser-Schmieg zugeschaltet, der begleitet und gefilmt von asanetwork-Mitarbeiterin Janine Grau eine Bremsprüfung über „Workshop-Net“ an einem Kundenfahrzeug durchführte und die automatische Datenübertragung zwischen Werkstattausrüstung und DMS in Echtzeit zeigte.
Am Nachmittag tagte der Fachbereich B2B unter Leitung von Anja Heinl, unterstützt von Corinna Heinl. Ein inhaltlicher Höhepunkt war der Vortrag von Andreas Zühlke (TAK CERT GmbH) zu Fahrerassistenzsystemen. Seine zentrale Botschaft: Präzision bei der ADAS-Justage ist sicherheitsrelevant. Mit der stetig steigenden Zahl gesetzlich vorgeschriebener Assistenzsysteme wächst auch der Bedarf an fachgerechter ADAS-Justierung. Für Werkstätten und Ausrüster bedeutet das eine klare Chance: Achsvermessung könnte sich zum neuen Ölgeschäft entwickeln, denn ohne korrekt eingestellte Fahrwerksgeometrie ist eine zuverlässige ADAS-Justage kaum möglich.
Werkstattausrüstungsservice immer wichtiger
Breiten Raum nahm zudem die Diskussion zum Thema Service für Werkstattausrüstung ein. Alle Teilnehmenden waren sich einig: Es besteht dringender Handlungsbedarf, sowohl was den Fachkräftenachwuchs, die Qualifizierung und die Attraktivität der Tätigkeit als Servicetechniker für Werkstattausrüstung anbetrifft. Der ASA-Fachbereich B2B bietet hierfür eine optimale Plattform für eine branchenweite Qualitätsoffensive, in die künftig Hersteller, Importeure und WA-Dienstleister eingebunden werden sollen.
Praxisnah und konkret zeigte anschließend Lars Faust (FabuCar), wie KI-Anwendungen Werkstätten bereits heute bei Diagnose und Instandsetzung unterstützen – kein Zukunftsversprechen, sondern gelebter Alltag.
Tag 2: Messeperspektiven, Vernetzung und Abschiede
Der zweite Workshoptag startete mit dem 5. ASA-Workshop Messen. Olaf Mußhoff, Direktor Automechanika Frankfurt, und Monica Algans, Sales Managerin und verantwortlich für die Hallen 8 und 9, gaben einen umfassenden Einblick in die Planungen für die Automechanika Frankfurt 2026. Neue Programmpunkte wie Motorsport mit Pit Lane sowie der Experience Park unterstreichen den Anspruch der Messe, Fachinformation mit Erlebnisqualität zu verbinden. Ergänzt wurde der Workshop durch wertvolle Logistik-Tipps von Stefan Götze, der für Aussteller praxisnah über das Auf- und Abbau-Procedere sowie die Organisation des Verkehrsmanagements auf dem Messegelände vor, während und nach der Messe informierte.
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